News & Aktuelles

15.05.2013

EnercitEE stellt sich im Ausschuss der Regionen in Brüssel vor

EnercitEE erhielt am 24. April 2013 die einmalige Gelegenheit, die eigene erfolgreiche Projektarbeit sowie die erzielten Ergebnisse im Bereich Energieeffizienz und Klimaschutz im Ausschuss der Regionen (AdR) vorzustellen. Mehr als 130 Zuhörer, darunter die Mitglieder der Fachkommission Umwelt, Klimawandel und Energie (ENVE) folgten der Einladung.

Nach Eröffnung der Veranstaltung durch Herrn Dr. Gruschwitz vom Sächsischen Verbindungsbüro in Brüssel und einleitenden Worten zu EnercitEE von Herrn Werner Sommer (Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie, SMUL) stellten die fünf EnercitEE-Projektpartner den aus Ihrer Sicht größten Zugewinn durch EnercitEE in ihrer jeweiligen Region dar. Vielfältige Publikationen der EnercitEE Partnerschaft sowie die in den elf Teilprojekten geschaffenen Ergebnisse konnten direkt mitgenommen werden. Viele interessante Gespräche zwischen Zuhörern und EnercitEE-Partnern während des anschließenden Buffets rundeten die in jeder Hinsicht erfolgreiche Veranstaltung ab.

Lokale und regionale Behörden spielen eine entscheidende Rolle bei der Umsetzung der Europäischen Klimaschutz- und Energiepolitik. Der AdR bietet lokalen und regionalen Behörden eine Plattform, um bei der Gestaltung von Politiken und der Bekanntmachung herausragender Praxisbeispiele mitzuwirken.

EnercitEE profitiert gleich zweifach von dieser hervorragenden Möglichkeit. Zum einen können die in der interregionalen Partnerschaft sowie in den elf Teilprojekten erzielten Ergebnisse so verstärkt über die Grenzen der Partnerregionen hinaus getragen werden. Zum anderen werden die auf lokaler und regionaler Ebene erarbeiteten Handlung- und Politikempfehlungen direkt an die europäische Ebene adressiert.

Die B.&S.U. mbH unterstützt das sächsische Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft (SMUL) als Lead Partner bei der Durchführung des INTERREG IV C Projekts EnercitEE. EnercitEE stärkt bestehende und entwickelt neue Energieeffizienzpolitiken in fünf europäischen Regionen. Die nächste Gelegenheit, sich über die erzielten Ergebnisse in Sachsen zu informieren, bietet die regionale Abschlussveranstaltung, die am 13. Juni 2013 in Dresden von 10:00 bis 16:00 Uhr unter dem Titel „Sachsen trifft Europa: Innovative Lösungen für mehr Energieeffizienz und Klimaschutz in Kommunen“ stattfinden wird. Weitere Informationen zu dieser Veranstaltung finden Sie hier.


Christina Mante vom Sächsischen Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) präsentiert die EnercitEE Ergebnisse für Sachsen.

Bildrechte: Meike Löhr (B.&S.U. mbH)
Autoren: Christina Mante (LfULG), Meike Löhr (B.&S.U. mbH)


13.05.2013

    

Clean Drive –  Bilanz einer europäischen Kampagne für spritsparende Fahrzeuge

April 2013

Nach nunmehr dreijähriger Laufzeit endet jetzt im April das im Rahmen des Programmes „Intelligent Energy Europe“ geförderte Projekt Clean Drive. Ziel des parallel in neun Europäischen Mitgliedsländern durchgeführten Projektes war es, den Absatz von schadstoff- und verbrauchsärmeren Autos zu fördern. So wurden Autohändler bei der Erschließung neuer Kundenkreise und der Vermarktung umweltfreundlicherer Fahrzeuge unterstützt und Schulungen in den Bereichen Energieeffizienz, Einsatzmöglichkeiten alternativer Kraftstoffe und politischer Rahmenbedingungen angeboten. Darüber hinaus gab es Unterstützung, Anregungen und vielfältiges Material zur Durchführung von Vor-Ort Aktionen mit den Kundinnen und Kunden. Informationsmaterial zu energieeffizienten Autos und geschultes Personal bieten Verbrauchern eine Orientierungshilfe beim Autokauf und können so Verbrauchern und Verbraucherinnen beim Spritsparen helfen. Das schützt nicht nur die Umwelt, sondern hilft auch den Geldbeutel bei den ständig steigenden Benzinpreisen zu entlasten.

Europaweit wurden mehr als 150 Kampagnen Vor-Ort realisiert und mehr als 100 Autohändler durch Trainings und Informationen unterstützt. Highlights waren in jedem Fall die gemeinsamen Events mit den Autohändlern in Deutschland, insbesondere die „Spritspar-Challenge“, einem Wettbewerb um den geringsten Verbrauch mit demselben Fahrzeug auf einer standardisierten Runde. Der Gewinner verbrauchte umgerechnet erstaunliche 2,7l auf 100km und wurde mit einem Wochenende in der Autostadt Wolfsburg belohnt.

Doch auch wenn das Projekt nun zu Ende geht – die beteiligten Autohändler werden sich weiter für den Verkauf spritsparender Fahrzeuge einsetzen.

Weitere Informationen zum Projekt Clean Drive finden Sie auf der internationalen Homepage www.clean-drive.eu und der nationalen Seite www.clean-drive.biz .

Kontakt: 

B.&S.U.                                                                                 
Beratungs- und Servicegesellschaft Umwelt mbH
Thekla Heinel
Mail: theinel@bsu-berlin.de   

Team Red Deutschland GmbH
Tobias Kipp
Mail: tobias.kipp@team-red.net

 


  27.03.2013

 Die B.&S.U. mbH bei den diesjährigen Berliner Energietagen

Im Zeitraum von 15.-17. Mai 2013 finden die Berliner Energietage statt, die sich im Laufe der vergangenen Jahre zu einer Leitveranstaltung für Energieeffizienz in Deutschland entwickelt haben.  Zu  den 46 Einzelveranstaltungen mit über 250 Referenten und der Ausstellung mit einer Vielzahl namhafter Aussteller  werden rund 7.500 Veranstaltungsteilnehmer und -teilnehmerinnen erwartet.

Die B.&S.U. mbH wird mit einer Veranstaltung zum Thema „Verhaltensänderungen -
Ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz?“ vertreten sein. Im Rahmen der Veranstaltung soll aus wissenschaftlicher und politischer Sicht und an Hand von zwei Praxisbeispielen diskutiert werden, welchen Beitrag Verhaltensänderungen zum Erreichen bundesdeutscher und europäischer Klimaziele leisten? Das vielfältige Spektrum des Themas Klimaschutz und Verhaltensänderung wird durch Expertinnen und Experten des Fraunhofer ISI, der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, des Hessisches Ministeriums der Finanzen, des Umweltbundesamtes und durch die Autorin des Energiesparbuchs der Stiftung Warentest in Fachbeiträgen näher beleuchtet.

Weitere Informationen zu den Berliner Energietagen und die Möglichkeit zur Anmeldung für die Veranstaltung finden Sie unter: www.berliner-energietage.de


20.03.2013

Auszeichnungsveranstaltung des Projektes RELACS – Energieeffizienz im Tourismus auf der ITB

 

Die diesjährige Internationale Tourismusbörse in Berlin bot einen hervorragenden Rahmen für die europäische und deutsche Preisverleihung des Projektes RELACS – Energieeffizienz im Tourismus, das von der B.&S.U. Beratungs- und Service-Gesellschaft Umwelt mbH in Zusammenarbeit mit Tourismusbetrieben in Mecklenburg-Vorpommern umgesetzt wurde. Wichtige Umsetzungspartner in diesem Projekt, das durch das EU Programm „Intelligent Energy Europe“ gefördert wird, waren neben den Tourismusbetrieben insbesondere der  Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern, das Ministerium für Energie, Infrastruktur und Landesentwicklung, der Dehoga, sowie die IHKs zu Rostock und zu Neubrandenburg.

Ziel des Projektes war es, Beherbergungsbetriebe in Mecklenburg-Vorpommern u.a. durch Seminare zu  den Themen erneuerbare Energien, Wirtschaftlichkeit und Förderungsmöglichkeiten sowie durch Besichtigungen guter Praxisbeispiele in den Bereichen Energieeinsparung und Nutzung erneuerbarer Energietechnologien zu informieren und diese zur Umsetzung von konkreten Maßnahmen zu motivieren. Für die Netzwerkmitglieder wurden außerdem Studienreisen zu energieeffizienten Hotels und regionale Erfahrungsaustausche angeboten. In Mecklenburg-Vorpommern sind bereits 14 Gastbetriebe Mitglied im RELACS-Netzwerk, das auch nach Ende der dreijährigen Projektlaufzeit im April weiter bestehen bleibt.

Am RELACS-Stand auf der ITB konnten sich Fachbesucher direkt über das Projekt sowie über Energieeinsparmöglichkeiten im Gastgewerbe informieren und dem RELACS-Netzwerk beitreten. Auch der Minister für Wirtschaft, Bau und Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern, Herr Harry Glawe,  informierte sich gemeinsam mit seiner Frau am RELACS-Stand über das Projekt.

Zum Abschluss der Messe fand am Freitag, den 8. März die RELACS Auszeichnungsveranstaltung statt, auf der die Betriebe ausgezeichnet wurden, deren Maßnahmen in besonderer Weise zur Steigerung der Energieeffizienz beigetragen haben.

Deutscher Spitzenreiter ist das Landhotel Rittmeister aus Rostock. Ausschlaggebend war das hervorragende Zusammenwirken der Maßnahmen, mit denen der Betrieb in erneuerbare Energien und Energieeffizienz investieren wird. Dazu zählen unter anderem die geplante Installation einer Verbundkälteanlage mit Abwärmenutzung für Brauchwasser und Schwimmbad, ein Lüftungssystem mit Wärmerückgewinnung im Restaurant, eine PV-Anlage auf einem Neubau sowie die Umrüstung der ungeregelten Heizungspumpen auf bedarfsorientierte Pumpen.

Europaweit schaffte es das griechische Sonia Village Hotel auf den ersten Platz, gefolgt vom österreichischen Gasthof Bräuer und dem spanischen Hotel Spa Balneario. Die Auszeichnungsveranstaltung wurde durch Vorträge zu Marketingstrategien für nachhaltige Tourismusbetriebe durch Ron Schmid (Biohotels) sowie Energieeffizienz im Tourismus durch Vittorio Prodi (Europäisches Parlament) bereichert.

Das Projekt "RELACS - Energieeffizienz im Tourismus" wird im Rahmen des Programms "Intelligente Energie Europa" durch die Europäische Kommission gefördert. Während der letzten drei Jahre hat das Projektkonsortium bestehend aus Teilnehmern aus Italien, Portugal, Schweden, England, Spanien, Griechenland, Österreich, Ungarn, Bulgarien und Deutschland sich dem Thema Energieeffizienz im Tourismus angenommen und ein Netzwerk von rund 200 Gastbetrieben aufgebaut. Den europäischen Katalog mit allen Netzwerkmitglieder und den durchgeführten Maßnahmen finden Sie kostenlos unter www.relacs.eu.

 
Die Gewinner des RELACS-Preises auf der ITB 2013


Harry Glawe, Minster für Wirtschaft, Bau und Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern und seine Frau am RELACS-Stand auf der ITB.


08.02.2013

Preisverleihung des deutschen und europäischen RELACS-Preises

RELACS – Energieeffizienz im Tourismus

Am 8. März 2013 findet auf der ITB die deutsche und europäische Verleihung des RELACS-Preises für energieeffiziente Betriebe des Gastgewerbes statt.

Auf der Veranstaltung werden sowohl der Gewinner des RELACS-Preises aus Mecklenburg-Vorpommern, als auch die drei bestplatzierten Gastbetriebe aus den europäischen Partnerländern ausgezeichnet.

Während der letzten drei Jahre hat das Projektkonsortium bestehend aus Teilnehmern aus Italien, Portugal, Schweden, England, Spanien, Griechenland, Österreich, Ungarn, Bulgarien und Deutschland sich dem Thema Energieeffizienz im Tourismus angenommen und ein Netzwerk von rund 200 Gastbetrieben aufgebaut. Für die Netzwerkmitglieder wurden Energieberatungen und Machbarkeitsstudien durchgeführt, Seminare zu erneuerbaren Energien, Energieeffizienz und  Fördermöglichkeiten organisiert sowie Studienreisen und Erfahrungsaustausche angeboten.  

In Mecklenburg-Vorpommern ist die B.&S.U. Beratungs- und Service-Gesellschaft Umwelt mbH mit der Umsetzung des Projektes RELACS – Energieeffizienz im Tourismus betraut. Sie wurde durch die Steuerungsgruppe, bestehend aus dem TMV, dem Ministerium für Energie, Infrastruktur und Landesentwicklung, dem Dehoga, sowie den IHKs zu Rostock und zu Neubrandenburg bei der Durchführung unterstützt.  

Die Ergebnisse dieser Arbeit sollen nun anhand der Gewinnerbetriebe auf der Preisverleihung präsentiert werden. Weiterhin auf dem Programm stehen zwei Fachvorträge zu „Energieeffizienz im Tourismus“ sowie „Marketingstrategien für nachhaltige Tourismusbetriebe“, beide auf Englisch.

Das Projektkonsortium freut sich darauf, Sie am Freitag, den 8. März 2013 in der Zeit von 11:30 bis 12:30 Uhr in Halle 4.1 vor der großen Bühne begrüßen zu dürfen.

Weitere Informationen zu RELACS – Energieeffizienz im Tourismus erhalten Sie in der Halle 6.2 A am Stand 106 oder unter www.relacs.eu.



11.01.2013

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie bewilligt Energie- und Wärmekonzept für die Stadtwerke Energie Jena-Pößneck GmbH

Die Beratungs- und Servicegesellschaft Umwelt mbH wird zusammen mit der Technischen Universität Dresden und der GEF Ingenieur AG ein Integrales Energie- und Wärmekonzept für die Stadtwerke Energie Jena-Pößneck GmbH erstellen.

Das nachhaltige Konzept stützt sich auf den prognostizierten Energie- und Wärmebedarf der Stadt Jena bis zum Jahr 2050 und soll einen wesentlichen Beitrag zu einer langfristigen, kostengünstigen CO2- Minderung und Ressourcenschonung leisten.

Die Stadtwerke Energie Jena-Pößneck GmbH versorgen die rund 100.000 Einwohner der Stadt Jena mit Strom, Gas und Wärme. In zunehmendem Maße wird Fernwärme in eigenen Blockheizkraftwerken erzeugt. Das Zukunftskonzept für Energie und Wärme wird einerseits eine vorausschauende Planung der Energieversorgung ermöglichen und andererseits langfristige Investitionsentscheidungen absichern.

Dazu muss die Versorgung nicht nur flexibel an die künftige Energienachfrage angepasst, sondern auch betroffene Akteure aktiv eingebunden werden. Bei diesem Vorhaben unterstützt die B.&S.U. GmbH die Stadtwerke Jena maßgeblich. Neben Projektmanagement und Berichterstattung übernimmt sie die Kooperation und Kommunikation mit der Stadtverwaltung und allen weiteren Akteuren, die Analyse der demografischen und ökonomisch–sozialen Stadtentwicklungsoptionen sowie die Erarbeitung eines Umsetzungs- und Maßnahmenplans.

Der Schwerpunkt liegt hier insbesondere auf der Untersuchung eines kommunalen einspeise- und entwicklungsoffenen Energie- und Wärmeverbundsystems, welches flexibel die heutigen technischen, wirtschaftlichen und organisatorischen Anforderungen umsetzen und auf zukünftige Herausforderungen reagieren kann. Dieses Wärmeverbundsystem wird eingebettet in eine Gesamtstrategie Energieeffizienz  und Klimaschutz für die Stadt Jena bis zum Jahr 2050 mit einem Meilenstein 2024.

Das  Vorhaben hat eine Laufzeit von 2 ½ Jahren, erste exemplarische Maßnahmen sollen ab 2015 umgesetzt werden. Es wird im Rahmen der Förderinitiative EnEff Wärme vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie gefördert und soll einen Beitrag zur Erreichung der Ziele des 6. Energieforschungsprogramms der Bundesregierung leisten.

Diese Ziele sehen u.a. eine Reduktion Strombedarfs um 25% im Vergleich zu 1990 vor. Der Wärmebedarf im Gebäudebestand soll um 80% sinken. Der Anteil erneuerbarer Energien soll bis zu 60 % des Bruttoendenergieverbrauches bzw. 80 % des Bruttostromverbrauches betragen.

Die Stadt Jena nimmt bereits seit 2005 erfolgreich am European Energy Award®, dem Qualitätsmanagement- und Zertifizierungsverfahren zur Bewertung der Energieeffizienz von Kommunen, teil.


27.11.2012

EU-Kommissar Günther Oettinger erklärt anlässlich der Verleihung des European Energy Award in Brüssel: Der European Energy Award ist ein gutes Instrument, um die Energiewende in Europa voranzubringen. Wir dokumentieren mit dem eea, dass Europa auch beim Klimaschutz eine Wertegemeinschaft ist"

 


Quelle: EnergieAgentur.NRW

EU-Kommissar Günther Oettinger verleiht in Brüssel den European Energy Award gemeinsam mit NRW-Klimaschutzminister Johannes Remmel und der Schweizer Bundesrätin Doris Leuthard an 25 europäische Kommunen. Münster erreicht Platz Eins. Nordrhein-Westfalen profitiert von kommunaler Wertschöpfung durch den Einsatz Erneuerbarer Energien.

Sechs nordrhein-westfälische Kommunen und ein Landkreis wurden am 26.11.2012 mit weiteren 19 europäischen Kommunen für ihre ganzheitlichen Klimaschutzstrategien und -projekte, kommunalen Förderprogramme und für den Einsatz regenerativer Energien und die Energieeinsparung mit dem European Energy Award in Gold in Brüssel geehrt. Rund 120 Verwaltungen aus NRW nehmen derzeit an diesem Energiemanagement- und -zertifizierungsverfahren teil. Vor kurzem wurden in Oberhausen die Preisträger-Kommunen des European Energy Awards auf Landesebene ausgezeichnet.

Ausgezeichnet wurden neben Bochum, Brakel, Iserlohn, Münster, Nottuln, Rietberg und der Kreis Steinfurt (alle NRW) auch Bad Schussenried, der Enzkreis, Friedrichshafen, die Stadt Ravensburg, der Landkreis Ravensburg (alle Baden-Württemberg), Emden (Niedersachsen), Delitzsch (Sachsen), Bernex, Cham, Riehen, Schaffhausen, Sankt Gallen, Vevey, Zürich (alle Schweiz), Kötschach-Mauthen, Dornbirn, Feldkirch (alle Österreich) sowie Besançon (Frankreich). Zur Veranstaltung, die von der EnergieAgentur.NRW organisiert wurde, lud das NRW-Klimaschutzministerium gemeinsam mit der Mission der Schweiz bei der EU und dem Forum European Energy Award.

„Die Energiewende kann nur gelingen, wenn sie von allen gemeinschaftlich getragen wird. Die Wende findet vor allem in den Dörfern und Städten statt. Bürgerinnen und Bürger sind genauso gefragt wie die Stadtwerke vor Ort", so Klimaschutzminister Remmel. „Jede Kommune in NRW sollte ein Klimaschutzkonzept auf den Weg bringen. Der European Energy Award zeigt: Die Energiewende ist ‚made in NRW'. Ich freue mich besonders, dass Münster im europaweiten Ranking sogar Platz Eins belegt", sagte Johannes Remmel, Gastgeber und NRW-Klimaschutzminister.

„Kommunen gehören zu den energetischen Großverbrauchern – nicht zuletzt aufgrund ihres Gebäudebestandes. Um der Herausforderung des Klimaschutzes und der globalen Verantwortung gerecht zu werden, ist ein abgestimmtes und koordiniertes Handeln unabdingbar. Der European Energy Award ist ein gutes Instrument, um die Energiewende in Europa voranzubringen. Wir dokumentieren mit dem EEA, dass Europa auch beim Klimaschutz eine Wertegemeinschaft ist", erklärte EU-Kommissar Günther Oettinger.

„Der European Energy Award baut auf dem Schweizer Programm ‚Energiestadt' auf. Damit können wir die Energieeffizienz steigern und die Anwendung Erneuerbarer Energien in der Bevölkerung fördern. Dieser nachhaltigere Umgang mit der Ressource „Energie" setzt ein koordiniertes Vorgehen von Staat, Wirtschaft und Gesellschaft voraus. Die Schweiz hat vor 20 Jahren erfolgreich das Projekt ‚Energiestadt' lanciert. Über 300 Gemeinden - das sind zwölf Prozent aller Schweizer Gemeinden - haben sich bei uns inzwischen dem Programm angeschlossen", so Bundesrätin Doris Leuthard, die dem Eidgenössischen Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation vorsteht.

Für Remmel ist es ein positives Signal, dass auch viele Kommunen mit Nothaushalt erfolgreich bei der Umsetzung der Energiewende seien. „Ökonomie und Ökologie sind keine Gegensätze. Wir sind dabei, mit den Erneuerbaren Energien einen starken Wirtschaftszweig aufzubauen, der auch die Kommunen stärken kann", so Remmel. NRW profitiere sehr von der kommunalen Wertschöpfung durch den Einsatz Erneuerbarer Energien. Nach Untersuchungen des Instituts für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) haben Unternehmen durch die Erneuerbaren Energien mit ca. 46 Millionen Euro im Kreis Steinfurt und mit rund 19 Millionen Euro in Bochum im Jahr 2011 profitiert – Tendenz steigend. Der Wirtschaftszweig der Zukunftsenergien konnte im vergangenen Jahr ein deutliches Plus bei Umsätzen, Stromerzeugung und Beschäftigungszahlen erzielen. Aus der Erhebung des Internationalen Wirtschaftsforums Regenerative Energien (RWI) geht hervor, dass die Zahl der Beschäftigten im Anlagen- und Systembau in NRW um 6,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf 28.200 gestiegen ist. Bezogen auf die Grundgesamtheit der Unternehmen ist ein Umsatzwachstum um knapp 5 Prozent auf etwa 8,7 Milliarden Euro zu verzeichnen, 2010 waren es noch 8,3 Milliarden.

Der European Energy Award ist nicht nur eine Auszeichnung für energiebewusste Verwaltungen, die jeweils eine Fülle von klimaschützenden Maßnahmen umgesetzt haben. Es ist vor allem ein Energiemanagementsystem, das den Kommunen ermöglicht, die Qualität ihrer Energieerzeugung und -nutzung zu bewerten und regelmäßig zu überprüfen.

Das Instrument European Energy Award wird inzwischen in neun Ländern angewandt. 25 Millionen Menschen leben europaweit in EEA-Kommunen – 1.000 Gemeinden nehmen an diesem Zertifizierungsverfahren teil. Bislang wurden bereits 500 Kommunen europaweit mit dem Award ausgezeichnet. Den European Energy Award in Gold erhält eine Kommune, wenn sie mindestens 75% der Maßnahmen umsetzt, die in einer Kommune oder einem Kreis überhaupt möglich sind.

Die Vielfältigkeit Europas spiegelt sich auch in der Vielfältigkeit der Projekte in den verschiedenen Ländern wider: „Das ist eines der Erfolgsrezepte des EEA - dass er es ermöglicht, die räumlichen und kulturellen Besonderheiten der teilnehmenden Kommunen über Landesgrenzen hinaus bei der Umsetzung von Projekten zu berücksichtigen", so Lothar Schneider, Geschäftsführer der EnergieAgentur.NRW, die in NRW den European Energy Award begleitet.


18.10.2012

Erneuerbare Energien im Tourismus
- Ein Gewinn für Hotel & Gast! -
4. Touristiker-Seminar gut besucht

Auch das vierte Touristiker-Seminar, welches die B.&.S.U. mbH im Rahmen des EU-Projektes „RELACS – Energieeffizienz im Tourismus“ zusammen mit der Bioenergieregion Rügen und der Bioenergieregion Mecklenburgische Seenplatte am 12. September 2012 veranstaltete, war mit insgesamt 30 Teilnehmern gut besucht. In verschiedenen Fachvorträgen informierten die Referenten die teilnehmenden Tourismusunternehmen über den Einsatz von Geothermie, Solarenergie oder Bioenergie (letztere insbesondere zur Wärmerzeugung) und das Potenzial dieser Technologien für das Hotel- und Gastgewerbe. Der für die anwesenden Hoteliers und Touristiker sicher interessanteste Teil des Seminars folgte im Anschluss an die Fachvorträge: Durch einen Erfahrungsbericht sowie die Führung zu den Erneuerbaren-Energie-Anlagen des Hotels Gutshaus Stellshagen, wurde die Theorie der Vorträge in die Praxis eingebunden.

Vor etwa 18 Jahren wurde das Gutshaus energetisch umgerüstet: Durch die Umstellung der zentralen Heizanlage von Flüssiggas- auf Hackschnitzelbetrieb und Rapsöl-Blockheizkraftwerk (Kraft-Wärme-Kopplung) sowie die Nutzung von Solarenergie, versorgt sich das Hotel nun zum größten Teil selbst mit Wärme und Strom. Die Verwendung von Energiesparleuchten und ein intelligentes Strommanagement runden das Konzept ab. Bei zukünftigen Neubauten wird zusätzlich auf eine gute Wärmedämmung geachtet. „Eindrucksvoll ist auch die Wärmegewinnung aus dem Abwasser aus Waschbecken und Dusche. Über einen Wärmetauscher wird die Wärme weiter energetisch genutzt“, so André Schulze, Projektleiter der Bioenergie-Region Mecklenburgische Seenplatte. Mithilfe dieser Anlagen spart das Hotel nicht nur Energiekosten, sondern leistet auch einen wichtigen Beitrag für die regionale Wertschöpfung, da die Hackschnitzel aus der näheren Umgebung kommen. „Seit unserer energetischen Umrüstungen steigen die Gästezahlen. Zunehmend kommen Gäste gerade wegen unseres neuen und nachhaltigen Energiekonzeptes“ berichtet die Geschäftsführerin des Hotels, Gertrud Cordes. Dass eine Vermarktung solcher energetischen Modernisierungsmaßnahmen eine immer bedeutendere Rolle spielt, zeigt sich in der steigenden Nachfrage nach Zertifizierungen in diesem Bereich. „Selbst Hotels mit einem Stern setzen auf solche Labels um sich besser zu vermarkten. In 20 Jahren wird voraussichtlich jedes Hotel ein Label tragen“, so Dirk M. Feid von der FFF Hospitality Consult GmbH, welcher über die Vermarktung solcher nachhaltigen Energiekonzepte in seinem Vortrag berichtete. Insgesamt machten die vorgestellten Praxisbeispiele und Vorträge den teilnehmenden Touristikern Mut für eigene Vorhaben.

Autoren: Susanne Buchholz, Bioenergieregion Rügen

Meike Löhr, B.&S.U. mbH

 

Informationen zum nächsten Seminar finden Sie hier.

 


 

02.08.2012

 

Interview BUNDzeit 02/12 „Es lohnt sich immer“

 

Im Interview: André Butz von der B.&S.U. Beratungs- und Service-Gesellschaft Umwelt mbH über energiesparende Kommunen

 

 

BUNDzeit: Herr Butz, Sie haben ein Energiesparkonzept für den Kiez am Klausenerplatz in Charlottenburg vorgelegt. Zwischen Spandauer Damm, Sophie-Charlotte-Straße, Knobelsdorffstraße und Schloßstraße wohnen etwa 9.000
Menschen in rund 4.500 Wohnungen. Ist die Einheit nicht zu klein, um Schlüsse abzuleiten?

André Butz: Nein. Bisher gab es noch nie ein Konzept für eine so kleine Einheit. Die Ergebnisse werden aber auf andere Altbauquartiere übertragbar sein. Dieser Kiez wurde ausgewählt, weil dort sehr viel bürgerschaftliches Engagement vorhanden ist. Einige private Hauseigentümer haben angefangen, Solaranlagen auf die Dächer zu stellen. Außerdem gehört die Hälfte der Wohnungen der landeseigenen Gewobag, das macht vieles leichter.

BUNDzeit: Was können die Berliner Bezirke trotz leerer Kassen tun, um einen Beitrag zur energetischen Sanierung zu leisten?

André Butz: Wie alle anderen Kommunen können sie Sanierungsmaßnahmen von einem der Bundesprogramme fördern lassen. Im Klausenerplatzkiez gibt es die Überlegung, mit der Nehring- beziehungsweise Jordan-Schule das einzige kommunale Gebäude im Gebiet an die Fernwärme anzuschließen. Bislang ist der Kiez nicht angeschlossen, obwohl dort zwei Fernwärmetrassen liegen. Auch die Gewobag prüft, ein paar ihrer Gebäude, deren Heizzentralen ohnehin saniert werden sollen, an das Netz anzuschließen.

BUNDzeit: Welche Strategien gibt es zur Einbindung der privaten Hauseigentümer?

André Butz: Man wartet nicht, bis jemand zur Beratung kommt, sondern geht auf die Hauseigentümer zu. Am besten ist es natürlich, wenn auch die Mieter dabei sind. Schließlich kommt immer der Einwand, dass das alles unglaublich teuer wird und die Mieten steigen. Wer gegen Effizienzsteigerung bei der Heizung ist, muss sich schon fragen lassen, ob er lieber mehr Betriebskosten zahlen möchte.

BUNDzeit: Lohnt es sich, einzelne Gebäude an die Fernwärme anzuschließen?

André Butz: Im Rahmen eines kommunalen Klimaschutzkonzepts können wir nicht für jedes Haus sagen, ob es sich lohnt. Man muss prüfen, welche Leitungen liegen wo, welche Leistung ist vorhanden, wie ist der Wärmebedarf, bei welchen Gebäuden eignet sich Solarthermie nicht nur für Warmwasser, sondern auch für Heizzwecke. Dazu muss man zuerst alle Hauseigentümer an einen Tisch bringen. Das ist immer das Schwierigste.

 

BUNDzeit: Welche Vorteile haben Mieter abgesehen von dem abstrakten Klimanutzen und den Einsparungen bei den Heizkosten noch, wenn ihre Wohnung energetisch saniert wird?

 

André Butz: Das Wohnklima verbessert sich, eine Dämmung kombiniert mit richtigem Lüften löst Schimmelprobleme. Aber neben der Sanierung gibt es viele „weiche“ Maßnahmen, die auf Verhaltensänderung setzen und viel CO2 einsparen. Warum nicht einmal im Monat einen vegetarischen Tag machen? Dass die Fleischproduktion mehr CO2 freisetzt als der Gemüseanbau, wissen viele Menschen, übersetzen es aber nicht in ihr Alltagsverhalten. Manche Kommunen denken sich pfiffige Wettbewerbe aus. In Tübingen konnten die Leute alte Glühbirnen gegen Energiesparlampen eintauschen. In Berlin belohnen einige Schulen die Schüler für das Stromsparen: Wenn sie darauf achten, dass Licht sparsam eingesetzt wird, gibt es etwas mehr Geld für den nächsten Ausflug. Gewissermaßen Contracting auf niedrigem Niveau.

 

BUNDzeit: Wobei „harte“ Maßnahmen den Vorteil haben, dass man sich auf den Erfolg verlassen kann.

 

André Butz: Stimmt, die Hälfte der Energie in Deutschland wird verheizt, hier muss man etwas machen. In jeder Kommune sind andere Maßnahmen sinnvoll. Manchmal gibt es ein Fernwärmenetz, das verdichtet wird. Und in Neubaugebieten kann man über die Bauleitplanung sehr viel vorgeben, zum Beispiel Wärmeproduktion durch Geothermie oder erneuerbare Energien – das muss im Neubau nicht teurer sein als die konventionelle Lösung. Und langfristig lohnt es sich.

 

BUNDzeit: Lohnt sich auch nach der Kürzung der Solarförderung Photovoltaik auf jedem Berliner Dach?

 

André Butz: Es lohnt sich immer! Die fossilen Brennstoffe werden weniger, der peak ist überschritten. Und wenn man seinen Energiebedarf nicht reduzieren will, muss man ihn eben mit erneuerbaren Energien decken. Unabhängig von der Höhe der Förderung.

 

BUNDzeit: Was sagen Sie dem Investor, der auf Gewinn aus ist?

 

André Butz: Dass immer mehr Mieter und Wohnungskäufer auf Nachhaltigkeit, zum Beispiel erneuerbare Energien, Wert legen. Immobilien, die nicht entsprechend ausgerüstet sind, werden sich nicht mehr so gut vermarkten lassen.

 

BUNDzeit: Brauchen wir auch Anpassungsmaßnahmen an den Klimawandel?

 

André Butz: Ja, es wird beispielsweise mehr Starkregen geben. Um zu verhindern, dass die Kanalisation über und die ungeklärten Abwässer in die Flüsse laufen, brauchen wir mehr unversiegelte Flächen. Weil es wärmer wird, brauchen wir mehr Begrünung, auch Fassadenbegrünung. Im Klausenerplatzkiez wurde überlegt, Straßen versuchsweise hell zu streichen, um Sonnenstrahlung besser zu reflektieren. Wichtig ist auch die Durchlüftung sowohl einzelner Höfe als auch ganzer Straßenzüge.

Das Interview führte Sebastian Petrich

Quelle: BUNDzeit Umweltzeitung für Berlin und Brandenburg 2/12

 

 


 

20.07.2012

 

Energie gespart, Klima geschützt, Wette gewonnen!

 

 

Nachbarschaften aus Berlin, Potsdam und Elmshorn haben sich in den vergangenen Monaten zu sogenannten „EnergieNachbarschaften" zusammengeschlossen und mit ihrer Stadt oder ihrem Bezirk gewettet, dass sie es schaffen, 9% und mehr Energie in einem Zeitraum von vier Monaten einzusparen. Die Ergebnisse zeigen: Jeder Haushalt kann mit einfachen Verhaltensänderungen Energie sparen und so Kosten reduzieren und das Klima schützen.

 

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Vier Monate lang engagierten sich Berliner, Elmshorner und Potsdamer Bürger in EnergieNachbarschaften und setzten verschiedenste Maßnahmen zur Einsparung von Strom und Wärme in ihren Haushalten um. Die Teilnehmer erhielten regelmäßig Anregungen zum Energiesparen, trafen sich mit den „EnergieNachbarn" ihrer Gruppe, um die besten Einspartipps auszutauschen und sich gegenseitig zu motivieren. Die EnergieNachbarschaften konnten außerdem online ihre aktuellen Zählerstände eintragen und so die Entwicklung ihres Energieverbrauchs verfolgen und genau sehen, ob ihre Aktivitäten zu Einsparungen führten.

Das Engagement hat sich gelohnt: Etwa die Hälfte der Teilnehmer und Teilnehmerinnen haben die 9 % Einspar-Wette mit Ihrer Stadt gewonnen. Am erfolgreichsten beim Energiesparen war eine EnergieNachbarschaft aus Charlottenburg-Wilmersdorf. Die acht Haushalte der EnergieNachbarschaft „Spar-Watt-Team" schafften es durchschnittlich 19,34 % (entspricht minus 26.330 Kilowattstunden und minus 6,5 Tonnen CO2) im Vergleich zum Vorjahr einzusparen.

Oft waren es die kleinen Veränderungen im Alltag, die eine große Wirkung hatten: Maßnahmen wie Standby vermeiden, die Raumtemperatur reduzieren oder das Licht ausschalten waren häufig ausschlagegebend für den Erfolg beim Energiesparen. Die Teilnehmer konnten so nicht nur ihren CO2-Fußabdruck verkleinern, sondern sparten oft auch mehrere hundert Euro im Jahr an Strom- und Wärmekosten ein.

 


 

26.06.2012

 

Studienreise für Bürgermeister nach Växjö, Europas grünster Stadt

 

 

Mehr als 50 Bürgermeisterinnen und Bürgermeister aus den europäischen Regionen Haute-Savoie (F), Niederschlesien (PL), Sachsen (D) und der Emilia-Romagna (I) besuchten vom 30.05.- 01.06.2012 im Rahmen des INTERREG IVC Projekts EnercitEE die schwedische Stadt Växjö, um sich über gute Praxisbeispiele im Bereich Energieeffizienz zu informieren und Erfahrungen zu diesem Thema auszutauschen. Das Angebot eines Vor-Ort-Besuchs bei besonders interessanten Praxisbeispielen für Bürgermeister/innen in ihrer Funktion als politische Entscheidungsträger wurde im Rahmen des INTERREG IVC Projekts EnercitEE erstmalig in dieser Form organisiert und von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern sehr positiv angenommen.

Experten der Stadt Växjö präsentierten den angereisten Bürgermeisterinnen und Bürger­meistern gute Beispiele für eine fahrradfreundliche Stadt, für kostenloses Parken umweltfreundlicher Fahrzeuge, Biogasbusse, das Fernkältenetz der Stadt, solarthermische Anlagen sowie die vor kurzem fertiggestellten Niedrigenergiehochhäuser in Holzbauweise.

 

 

 

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Photo: C. Borchard, K. Mörl

Am zweiten Tag hatten die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister die Gelegenheit, schwedischen Politikern Fragen zum Hintergrund und zur Umsetzung der Energiestrategie Växjös zu stellen sowie Erfahrungen mit Kolleginnen und Kollegen aus anderen europäischen Regionen auszutauschen.

 

 

 

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Photo: C. Borchard, K. Mörl

Växjö plant bis 2030 ohne fossile Brennstoffe auszukommen. Die durchschnittlichen CO2-Emissionen Pro-Kopf sind in der 70.000 Einwohner zählenden Stadt von 1993 bis 2009 um 34% auf 3,5t CO2 pro Einwohner/Jahr gesunken. Bis 2015 will die Stadt gegenüber 1993 CO2-Reduktionen von 55% und bis 2030 von 100% erreichen.

Die B.&S.U. mbH hat im Auftrag des Sächsischen Staatsministeriums für Umwelt und Landwirtschaft die Themen für den Austausch gemeinsam mit der Energieagentur für Südost-Schweden ausgewählt und vorbereitet und die Podiumsdiskussion zum politischen Erfahrungsaustausch moderiert.

Mehr Informationen: cborchard@bsu-berlin.de


 

06.06.2012

 

Energie- und CO2-Bilanz für Hohen Neuendorf

 

Im Auftrag der Stadt erstellte die B.&S.U. mbH eine Energie- und CO2-Bilanz für Hohen Neuendorf. Die Stadt und ihre Vertreter engagieren sich aktiv für den Klimaschutz, was durch eine Vielzahl inter­essanter und richtungsweisender Projekte deutlich wird. So wurde beispielsweise im Jahr 2011 eine Plusenergie-Grundschule eingeweiht, mit der Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf energie­effi­ziente LED begonnen und nicht zuletzt die Energie- und CO2-Bilanz als einen ersten Schritt zu einem kommunalen Klimaschutzkonzept beauftragt.

Mit durchschnittlich sieben Tonnen CO2 pro Person und Jahr steht die Stadt zwar verglichen mit anderen Kommunen gut da, jedoch zeigt die Entwicklung der vergangenen Jahre einen etwas gegen­läufigen Trend: der Energieverbrauch pro Person ist in den vergangenen Jahren leicht gestiegen, dieCO2-Emissionen sind jedoch auf Grund verbesserter Emissionsfaktoren in etwa konstant geblieben. Gründe für die leichte Steigerung sind der steigende Stromverbrauch in privaten Haushalten und wachsende Mobilitätsansprüche, die in einer hohen Fahrzeugdichte Ausdruck finden.

 

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Abbildung 1: Pro-Kopf-Emissionen in der Stadt Hohen Neuendorf 1990 bis 2010

Das niedrige Emissionsniveau ist in der Struktur der Stadt begründet, die über nahezu keine Industrie verfügt. Dies macht deutlich, dass Hohen Neuendorf über die wichtigsten Potentiale zur Senkung des CO2-

Ausstoßes im Bereich der privaten Haushalte verfügt, wodurch natürlich auch der Aspekt der partizipativen Einbindung und Mobilisierung der Bürgerinnen und Bürger in den Vordergrund tritt. Dies wird im Rahmen des geplanten Klimaschutzkonzeptes angegangen, das bereits bewilligt wurde und mit dessen Realisierung voraussichtlich im Sommer begonnen wird.

 


 

24.04.2012

 

Berliner Aktionsplan für Nachhaltige Energie bestätigt!

 

Am 05.04.2012 bestätigte das Joint Research Center der Europäischen Kommission den Berliner Aktionsplan für Nachhaltige Energie (APNE). Berlin kann sich nun zu den 30 deutschen Städten und Gemeinden zählen, deren Aktionsplan offiziell anerkannt wurde.

Bereits im Sommer 2010 war Berlin dem „Konvent der Bürgermeister“, einer Initiative der Europäischen Kommission, beigetreten. Mitglieder des Konvents der Bürgermeister verpflichten sich zur Erstellung eines Aktionsplans für Nachhaltige Energie innerhalb eines Jahres nach Beitritt, sowie zur Erreichung des Ziels, bis zum Jahr 2020 mindestens 20% CO2 einzusparen. Die B.&S.U. Beratungs- und Servicegesellschaft Umwelt mbH unterstützte das Land Berlin bei der Entwicklung des Aktionsplans im Rahmen des EU-Projektes come2CoM. Der Aktionsplan stützt sich auf das Berliner Energiekonzept 2020. Darin ist ein weitaus ehrgeizigeres CO2-Einsparziel vorgesehen, als vom Konvent der Bürgermeister vorausgesetzt: Berlin will bis zum Jahr 2020 40% CO2 einsparen.

Mehr Informationen zum EU-Projekt come2CoM, sowie zum Konvent der Bürgermeister finden Sie hier


 

01.03.2012

 

Halbzeit beim Energiesparwettbewerb
EnergieNachbarschaften
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Spitzengruppe erzielte Einsparungen von 20%

 

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Die im Rahmen der Energiesparwette EnergieNachbarschaften gebildeten Teams, die sich jeweils aus mehreren Haushalten zusammensetzen, trafen sich im Februar bundesweit zu den regionalen Halbzeitveranstaltungen. Die nahezu 50 Teilnehmer und Teilnehmerinnen aus Berlin und Potsdam kamen hierzu ins Wrangelschlösschen nach Berlin-Steglitz und informierten sich dort über den aktuellen Stand der Energieeinsparungen sowie über weitere interessante Themen rund um das Energiesparen.

Es gab eine Reihe von Beiträgen. So berichtete beispielsweise Frau Monika Götze, als EnergieCoach des SparWatt-Teams aus dem Berliner Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf, über die Erfolge und Herausforderungen ihrer Haushalte. Das SparWatt-Team konnte bisher Einsparungen von 15% erzielen und belegt damit aktuell den 4. Platz im bundesweiten Ranking.

Spitzenreiter ist derzeit die EnergieNachbarschaft „Die Gewinner" aus Charlottenburg-Wilmersdorf, die bislang eine Einsparung in Höhe von 20,47% erzielen konnte. Viele Haushalte haben in den vergangenen Jahren bereits ein hohes Maß an Einsparpotentialen erschlossen, dennoch bestehen weiterhin große Spielräume im Hinblick auf die komfortneutrale Einsparung von Strom und Wärme. Dies belegen eindrucksvoll die fünf Erstplatzierten im Wettbewerb: sie alle liegen bereits zur Halbzeit des Wettbewerbes über dem Einsparziel von 9% im Vergleich zum (klimabereinigten) Vorjahresverbrauch.

Die erste Runde des Wettbewerbs geht nun in ihre Endphase und die Spannung bei den Teams steigt, wer am 30.März in der Bundesrepublik die Nase vorn hat.

Mehr Informationen: amerziger@bsu-berlin.de


 

30.01.2012

 

EnergieNachbarschaften: Die Stadtwette zum Klimaschutz:
9% Energie sparen

 

 

Nachbarschaften aus Berlin, Elmshorn und Potsdam treten gegen Städte aus 16 europäischen Ländern an – Wer spart am meisten Energie?

Am 1. Dezember 2011 fiel der Startschuss für die Energieeinsparwette in Europa. Städte aus 16 europäischen Ländern treten an und wetteifern um die höchsten Energieeinsparungen in ihren Haushalten. Wer schafft es, allein durch Verhaltensänderungen am meisten Energie einzusparen?

Die EnergieNachbarschaften aus Deutschland stellen sich nicht nur der Herausforderung der 9 % Hürde, sondern treten zeitgleich gegen EnergieNachbarschaften aus 16 anderen europäischen Ländern an, um „Europameister“ im Energiesparen zu werden.

Europaweit haben sich über 7.000 Haushalte zu EnergieNachbarschaften zusammen geschlossen, um gemeinsam mindestens 9% Energie im Vergleich zum Vorjahr einzusparen. Ein EnergieCoach steht den Haushalten dabei zur Seite, gibt Ratschläge zum Energiesparen und motiviert die EnergieNachbarschaften.

Die erste Runde läuft vier Monate und endet am 31. Marz 2012. Im Dezember 2012 startet die Aktion dann in die zweite Runde und fordert wieder europaweit Haushalte auf, bei den EnergieNachbarschaften teilzunehmen und so einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.

  

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